Hans-Jürgen Straub
Brandinspektor, freier Sachverständiger BVFS e.V. für Brandschutz, Brandschutzausbildung und -organisation.
2-Tage Intensiv-Workshop
Praxisnahe Weiterbildung mit Planspiel – Führung und Teamarbeit im Ernstfall
Brände, Stromausfälle, Sabotage oder extreme Wetterlagen – Krisen gehören heute zum betrieblichen Alltag. Unternehmen und Behörden sind gesetzlich verpflichtet, Vorkehrungen für solche Ereignisse zu treffen. Besonders in systemrelevanten Bereichen müssen Verantwortliche strukturiert und schnell reagieren können.
In diesem praxisorientierten Intensiv-Workshop bereiten wir Sie gezielt auf den Ernstfall vor.
Sie erhalten fundiertes Wissen zu Krisen- und Notfallmanagement, den rechtlichen Grundlagen, zur Führung in kritischen Situationen und zur Krisenkommunikation intern und extern. Sie lernen, wie Feuerwehr und Katastrophenschutz arbeiten und wie Sie deren Methoden für Ihren Betrieb nutzbar machen. Ziel ist der Aufbau einer funktionierenden Krisenorganisation und mehr Handlungssicherheit im Ernstfall.
Herzstück der Weiterbildung ist ein realitätsnahes Krisen-Planspiel, in dem Sie die Arbeit eines Krisenstabs aktiv trainieren. Zielgruppe sind Brandschutzbeauftragte, Sicherheitsverantwortliche und Führungskräfte, auch ohne Vorkenntnisse. Das Seminar entspricht der DGUV Information 205-003 und gilt als Spezialisierungsseminar im Bereich Notfall- und Krisenmanagement mit 16 Unterrichtseinheiten (UE).
In diesem Planspiel arbeiten Sie gemeinsam die Grundstruktur einer Krisen- und Notfallorganisation für Ihren Betrieb, Behörde oder Einrichtung aus. Sie üben anhand eines Schadensereignis-Fallbeispiel die Stabsarbeit sowie den Aufbau eines Krisenstabes. Das Planspiel orientiert sich an den realen Arbeitsweisen von Feuerwehr, Katastrophenschutz und BOS-Organisationen. So lernen Sie, im Ernstfall die gleiche Sprache wie professionelle Einsatzkräfte zu sprechen.
Gesetzliche Pflicht zur Weiterbildung
Nach der aktuellen vfdb-Richtlinie haben sich Brandschutzbeauftragte regelmäßig weiterzubilden. Darüber hinaus fordern die gesetzlichen Grundlagen aktuelle Konzepte für den Brand- und Arbeitsschutz: z.B. Arbeitssicherheitsgesetz, Arbeitsschutzgesetz, Betriebssicherheitsverordnung und Vorschriften der Genossenschaften. Unternehmen haben den hierfür zuständigen Mitarbeitern (z.B. Sifa) unter Berücksichtigung der betrieblichen Belange die erforderliche Fortbildung zu ermöglichen. Der Abstand zwischen zwei Fortbildungsveranstaltungen soll drei Jahre nicht überschreiten.
Dieser Workshop ist als Weiterbildungsmaßnahme im Brandschutz nach der aktuellen vfdb-Richtlinie mit 16 Unterrichtseinheiten (UE) anerkannt!
Dieses Seminar wird vom VDSI - Verband für Sicherheit, Gesundheit und Umweltschutz bei der Arbeit e.V. als Fortbildungsveranstaltung anerkannt.
Sie erhalten mit Ihrer Teilnahme:



Ausbildung zum Brandschutzbeauftragten und/oder Führungstätigkeit und -verantwortung im Unternehmen.
Für Teilnehmer, die noch keine oder wenig Erfahrung mit Krisenstäben haben.
Teilnahmebescheinigung mit Zusatz „Diese Veranstaltung erfüllt die Anforderungen an die Weiterbildung gemäß DGUV-I 205-003, Kapitel 8 „Fortbildung von Brandschutzbeauftragten und wird mit 16 UE bewertet und kann als Spezialisierungsseminar im Bereich Notfallmanagement und Krisenbewältigung anerkannt werden.“
Zum Beispiel
Referenten
Brandinspektor, freier Sachverständiger BVFS e.V. für Brandschutz, Brandschutzausbildung und -organisation.
Trainerin, Beraterin und Coach für Kommunikation, Teamentwicklung und Führungsentwicklung, Feuerwehrenglisch
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Gaby Baller war selbst Führungskraft und Geschäftsführerin eines Beratungs- und Weiterbildungsunternehmens im Gesundheitswesen und ist seit 1992 selbständig als Trainerin, Beraterin und Coach.
Ihre Arbeitsschwerpunkte sind Kommunikation, Teambildung und Teamentwicklung (Lizenzen „Myers-Briggs-Typenindikator (MBTI)“ und „Golden Profiler of Personality (GPOP)“ sowie BELBIN Verfahren, Führungsentwicklung (Lizenz Leadership Architect Verfahren) und Change Management sowie Guideline Development für Feuerwehren (English).
Gaby Baller ist zudem Dozentin an der Universität Heidelberg (Wissenschaftliche Weiterbildung), Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, Hochschule Neu-Ulm und Dualen Hochschule Baden-Württemberg in Mannheim, sowie Autorin diverser Artikel, Buchbeiträge und Bücher.
Gesetzliche Anforderungen im Brandschutz
Das Brandschutzkonzept: Bedeutung, Inhalte, Gliederung und Ziele
Seminare gemäß Arbeitsstättenverordnung und Arbeitsschutzgesetz – Evakuierungen im Unternehmen sicher durchführen!
Betriebliches Krisenmanagement umfasst die Planung und Durchführung von Maßnahmen, um auf Krisensituationen im Unternehmen schnell und effektiv zu reagieren. Dies beinhaltet die Identifikation potenzieller Risiken, die Entwicklung von Notfallplänen und die Schulung der Mitarbeiter, um im Ernstfall vorbereitet zu sein. Ziel ist es, die Auswirkungen von Krisen zu minimieren und den Betrieb so schnell wie möglich wiederherzustellen.
Notfallmanagement ist entscheidend, um die Sicherheit der Mitarbeiter zu gewährleisten, den Geschäftsbetrieb aufrechtzuerhalten und finanzielle Verluste zu minimieren. Durch gut geplante und umgesetzte Notfallmaßnahmen können Unternehmen schneller auf unvorhergesehene Ereignisse reagieren und Schäden begrenzen. Zudem trägt es dazu bei, das Vertrauen der Stakeholder zu bewahren und rechtlichen Verpflichtungen nachzukommen.
Ein effektives Krisenmanagement umfasst:
Ein Krisenstab besteht aus einer Gruppe von Schlüsselpersonen, die für die Koordination und Leitung während einer Krise verantwortlich sind. Der Aufbau umfasst die Bestimmung der Mitglieder, die Festlegung von Rollen und Verantwortlichkeiten sowie die Einrichtung einer geeigneten Infrastruktur zur Unterstützung der Stabsarbeit. Wichtige Funktionen im Krisenstab können z.B. der Krisenmanager, Kommunikationsbeauftragter und Sicherheitsexperten sein.
Krisenkommunikation bezieht sich auf die strategische Kommunikation mit internen und externen Stakeholdern während und nach einer Krise. Dies umfasst die Informationsweitergabe an Mitarbeiter, Kunden, die Öffentlichkeit und die Medien, um Transparenz zu schaffen und Vertrauen zu erhalten. Erfolgreiche Krisenkommunikation erfordert klare, konsistente und rechtzeitige Informationen.
Rechtliche Aspekte im Krisen- und Notfallmanagement umfassen die Einhaltung von Gesetzen und Vorschriften zur Arbeitssicherheit, Haftungsfragen und die Anforderungen an die Dokumentation und Berichterstattung. Unternehmen müssen sicherstellen, dass ihre Maßnahmen im Einklang mit den gesetzlichen Vorgaben stehen. Dies beinhaltet auch die Kenntnis und Anwendung relevanter Vorschriften wie der DGUV-Informationen und der ASR-Richtlinien.
Präventive Maßnahmen umfassen die regelmäßige Durchführung von Risikoanalysen, die Implementierung von Sicherheitsvorkehrungen, die Schulung der Mitarbeiter und die Erstellung von Notfallplänen. Durch kontinuierliche Überprüfung und Anpassung dieser Maßnahmen können Unternehmen besser auf Krisen vorbereitet sein. Es ist wichtig, regelmäßig Übungen und Tests der Notfallpläne durchzuführen, um deren Wirksamkeit sicherzustellen.
Hilfsorganisationen wie Feuerwehr, Polizei und Rettungsdienste spielen eine zentrale Rolle bei der Unterstützung von Unternehmen in Notfallsituationen. Eine enge Zusammenarbeit und klare Kommunikationswege zwischen dem Unternehmen und diesen Organisationen sind essenziell, um eine effektive Krisenbewältigung zu gewährleisten. Unternehmen sollten regelmäßig den Kontakt zu diesen Organisationen pflegen und gemeinsame Übungen durchführen.
Nach einer Krise sollten Unternehmen eine gründliche Evaluierung durchführen, um die Wirksamkeit ihrer Maßnahmen zu beurteilen. Dies beinhaltet die Analyse der Reaktionszeit, die Effektivität der Kommunikation, die Einhaltung der Notfallpläne und die Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten. Eine detaillierte Nachbereitung hilft, Schwachstellen zu identifizieren und zukünftige Krisenmanagementprozesse zu optimieren.
Regelmäßige Schulungen helfen Mitarbeitern, im Ernstfall schnell und angemessen zu reagieren. Sie verbessern das Verständnis für Notfallprozeduren, stärken die Teamarbeit und erhöhen die allgemeine Sicherheitskultur im Unternehmen. Dadurch wird die Resilienz des Unternehmens gegenüber Krisen erheblich gesteigert. Zudem tragen Schulungen dazu bei, dass alle Mitarbeiter stets auf dem neuesten Stand der gesetzlichen Anforderungen und besten Praktiken sind.
Mehr Informationen zu diesem Thema finden Sie hier: Erfolgreiches Krisenmanagement: Charaktereigenschaften, Skills und Kompetenzen und unter: Brand, Stromausfall, Sabotage: Meistern Sie den Ernstfall in Ihrem Unternehmen mit unserem Planspiel zum Krisenmanagement